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Auf die Digitalfotografie gekommen
Thursday, 25 January 2007

Microsoft hat mit Windows XP sicherlich das meistverbreiteste Betriebsystem auf dem Markt. Es gibt zwar über die Detailansicht wertvolle Informationen zu den digitalen Medien preis, aber eine Bearbeitung oder Weiterverarbeitung der Daten ist so nicht möglich. Auch das Einsehen von RAW-Aufnahmen ist in Windows XP nicht möglich. Kurzum: Bilder professionell anschauen, verwalten oder deren Informationen einsehen ist nicht möglich. Oder doch? Microsoft hat sich dieser Thematik angenommen und so stehen für Besitzer der Windows XP-Vollversion ab sofort zwei hilfreiche Tools zur Verfügung, die das “Danach” einer Fototour deutlich einfacher machen. Und das schöne daran: diese Tools sind kostenlos.

Microsoft Photo Info
Artikel_AufDieDigitalfotografieGekommen.jpgDieses 4 MB große Programm installiert sich ganz normal in den Programme-Ordner und integriert eine Übersicht aller Kameraeinstellungen, die sogenannten EXIF-Daten, in die Explorer-Verwaltung. Sobald man also in Zukunft die Maus über einer Bilddatei oder im standardmäßig installierten Windows-Photobrowser verweilen läßt, blenden sich automatisch als Hilfetext die Kameraeinstellungen ein, die man für das jeweilige Bild gewählt hat. So läßt sich leicht überprüfen, warum eine Aufnahme zu hell, zu dunkel geschossen wurde, ob der Blitz aktiviert war, etc. - Das ist aber noch nicht alles. Nutzer von Bildverwaltungsdatenbanken haben die Möglichkeit nun ohne weitere Software diese Exif-Daten zu erweitern. Ein einfacher Klick mit dem rechten Mausbutton auf ein Foto und die Auswahl “Photo Info” ruft eine kleine Benutzeroberfläche auf, mit der man Copyrights, Keywords (Schlüsselwörter), Dringlichkeiten, etc. selbst eingeben und bearbeiten kann. Eine Texterkennung der letzten Einträge hilft auch bei multiplen Dateien. - Photo Info unterstützt von Haus aus die Formate: JPEG, TIFF, WDP, HDP (High-Definition Photo), NEF, CR2, und CRW.

Microsoft RAW Image Thumbnailer & Viewer
Manche lieben es, manche finden es zu umständlich. Fotografieren im unbearbeiteten RAW-Format. Dies sind unbearbeitete, also rohe Bilder (raw = roh), die die Kamera so gespeichert hat, wie der Sensor die Szenerie wahrgenommen hat, als der Auslöser gedrückt wurde. Wenn man diese Bilder aus der Kamera runterlädt, so kann man damit erstmal nichts anfangen. Sie sind nicht direkt anschaubar und müssen erstmal mühselig umgewandelt (und nach Präferenz des Fotografen auch noch bearbeitet) werden. Windows kann diese Dateien so nicht ausgeben. Weiterbearbeitet werden sie zwar mit einem RAW-Converter, mit welchem man sich die RAW-Dateien auch anschauen kann, aber was wenn man einfach nur mal durch die Bilder gucken will ohne weitere Intention? Bisher war dies ein Graus.
Auch hier hat Microsoft nachgebessert mit dem “RAW Image Thumbnailer & Viewer”. Dieser zeigt die Bilder nun endlich im Explorer an, wie jedes andere Bild auch. Lange Umwege über Drittprogramme sind nicht mehr nötig. In Verbindung mit obigem Photo Info kann man dann auch sofort die EXIF-Daten einsehen. Das 5,8 MB große Tool gibt sich pflegeleicht und tritt sonst nicht weiter in Erscheinung.

Fazit:
Die beiden Tools sind für alle Windows XP-Nutzer unter den Fotografen in der Tat ein Muss, da die Arbeit mit einer ganzen Batterie neuer Bilder somit vereinfacht wird. Gern genutzte Kamerainfos einer Aufnahme hat man direkt auf einen Blick greifbar und der RAW-Betrachter, der auch Thumbnails im Explorer darstellt ist praktisch und zeitsparend, wenn man mal eine bestimmte Aufnahme sucht. Den Download gibt es direkt bei Microsoft: Microsoft Photo Info , Microsoft RAW Image Thumbnailer & Viewer.
 
Kritik: Canon EF-S 60mm / 2.8 Macro USM
Tuesday, 12 December 2006

Kritik_60mm_1.jpgDie erste Kritik auf dieser Seite ist dem Canon EF-S 60mm / 2.8 Macro USM gewidmet. Das mit 2.8 Blenden sehr lichtstarke Objektiv ist für Spiegelreflexkameras mit Kleinformatsensor im APS-C-Format geeignet (Canon 300D, 350D, 400D, 20D, 30D). Das Objektiv besteht aus 12 Elementen in 8 Gruppen. Das Glas ist mit einer Super-Spectra-Mehrschichtenvergütung beschichtet, welche Reflektionen und Streulicht eliminiert. Die Verarbeitung mit Metallbajonett ist sehr wertig. Gewicht und Haptik enttäuschen ebenfalls nicht. Der fast lautlose, ringförmige Ultraschallmotor (USM) betreibt den Autofokus sehr präzise, hat allerdings einige Schwierigkeiten im low light-Bereich. Hier sucht das Objektiv schon des öfteren nach dem richtigen Schärfepunkt. Es empfiehlt sich im Makrobereich daher eine Nachjustierung über die manuelle Schärfestellung. Diese ist erfreulicherweise auch im Auto-Modus manipulierbar. Durch die interne Fokussierung ist eine Verwendung von Filtern sehr angenehm. Die Linsengröße beträgt Geldbeutel-schonende 52mm.


Das Objektiv liefert einen Abbildungsmaßstab von 1:1 bei einer Nahstellgrenze von 20cm (also knapp 10cm vom der Frontlinse aus gemessen). Fotografen mit Ambitionen für Tiere und Insekten (aber natürlich nicht nur in diesem Bereich) werden hier Details herausholen können, die selbst das bloße Auge nicht zu erkennen vermag. Auch zusammen mit dem lautlosen USM werden diese glücklich werden. Dennoch muss erwähnt werden, dass man für ein Abbildungsverhältnis von 1:1 sehr nah an die Objekte herangehen muss. Ein Stativ ist bei dem sehr filigranen Schärfebereich bei Blende 2.8 ratsam. Natürlich ist man nicht nur auf den Makrobereich alleine beschränkt. Das Objektiv läßt sich auch für alle anderen Motive und Themen verwenden. Mit einer Festbrennweite von 60mm ist man allerdings von Haus aus sehr nahe an den Objekten.

Die Bildqualität ist ihrerseits über jeden Zweifel erhaben. Über den ganzen Blendenbereich hinweg liefert das EF-S 60mm hervorragende Bilder, deren Schärfe sich aber gerade ab Blende 8 merklich steigert. Details werden messerscharf wiedergegeben. Die Farben sind stets perfekt ausbalanciert und natürlich leuchtend, womit das Objektiv ganz klar eines der besten Objektive ohne Güte “L”-Siegel darstellt. Die EMD-Blende (Electromagnetic Diaphragm) arbeitet mit einer perfekt-runden Blendenöffnung und garantiert so bei Aufnahmen mit Offenblende einen exzellenten, unscharfen Hintergrund, was sich gerade in der Portraitfotografie als Glücksgriff erweist. Erfreulicherweise wird das E-TTL2-Blitzsystem unterstützt und die Einmessung erfolgt entfernungsabhängig.

Fazit:
Die Arbeit mit dem Makroobjektiv ist eine sehr spannende Sache; vor allem, wenn man vorher noch nicht im Makrobereich gearbeitet hat. Hier gibt es einige Eigenheiten zu beachten, wie beispielsweise die Arbeit mit einem Stativ oder der extrem feine Schärfebereich bei Offenblende. Die Qualität der Bilder ist dann aber über jeden Zweifel erhaben und nicht selten können Bilder out-of-camera verwendet werden, da Farben, Schärfe und Detailabbildung makellos sind. Wer das absolute Ultimum sucht, sollte vielleicht vorher das EF 100mm / 2.0 als Vergleichsobjektiv näher anschauen. Ansonsten ist dieses Objektiv mehr als empfehlenswert.

 
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